
Chronik
Ostern2005
Unser Barnie war über die Regenbogenbrücke gehoppelt und unsere Puschel trauerte so
extrem, das wir Angst hatten, das sie ihm nachfolgt. Also liefen wir 5 Tage
später durch die Gegend und schauten uns mindestens 50 Kaninchen an, bis wir
letztendlich mit Lilli nach Hause kamen.
Unsere Puschel erstarrte zur Salzsäule als sie Lilli sah, es gab eine heftige Vergesellschaftung,
aber schon am nächsten Morgen war Puschel wieder die alte.
In der nächsten Zeit versuchten wir den kleinen Wirbelwind Lilli zu bändigen.
Denn Madam hatte nur Blödsinn im Kopf. Sie kletterte überall hoch und zerbiss
alles. Sie kam sogar an den Computer, der eigentlich gesichert war. Wie
sie da ran kam ist uns schleierhaft, aber als der Scanner kaputt, der USB-Hub
defekt und das Druckerkabel in zwei Teile zerlegt war, war klar, das wir noch
mehr sichern mussten. Insgesamt ein Schaden von etwas mehr als 100 Euro :-(
Aber man konnte ihr nicht lange böse sein ;-)
Herbst 2005
Puschel frisst nur noch sehr schlecht. Zähne sind gemacht worden. Ein
Schneidezahn ist ausgefallen, deshalb muss ich jetzt das Futter raspeln. Es gab
auch zur Vorsicht ein Antibiotikum. Aber es tut sich immer noch nichts. Wir
müssen weiterhin Critical Care und Babybrei zufüttern. Puschel hat schon 300 g
abgenommen .Angeblich sei es ein Lebertumor, der auf den Magen drückt und
deswegen würde sie nicht fressen. Nur komisch ist, das sie mir das Futter aus
der Spritze gierig wegfrisst.
Wir rennen von einem zum anderen
Tierarzt. am Ende haben wir endlich eine Diagnose: Puschels Ober- und
Unterkiefer ist entzündet. Sie hat starke Zahnschmerzen und frisst deswegen
nicht. Sie bekommt über lange Zeit ein Schmerzmittel und ein knochengängiges
Antibiotikum.
Allerdings verstehen sich die beiden Damen überhaupt nicht mehr und wir müssen
die beiden trennen, um Puschel nicht noch mehr Stress zu bereiten.
Lilli fühlt sich einsam und Puschel genießt die Ruhe.
Sobald sie das Schmerzmittel bekommt, fängt sie an zu fressen.
Dezember 2005
Da Puschel und Lilli durch nicht in der Welt mehr zusammenfinden wollen und
Lilli einsam ist (leckt uns nur ab, will immer bei uns sein oder sie hockt
traurig in der Ecke) beschließen wir uns einen kastrierten Rammler zu zuholen.
Nachdem wir die Tierschutzseiten durchgesucht hatten und keinen passenden Partner für unsere dominante und frechen Trotzkopf gefunden hatten, sind wir am 18.12.2005 ins Tierheim Berlin gegangen und da sass Björn. Eigentlich hieß er Bobbegong, aber das wollten wir nicht. So wurde er zu Björn.

Björn im Tierheim Berlin.
Die Vergesellschaftung war ein Traum. Die erste Reaktion nach langem Taxieren
war, das Björn zu Lilli ging und ihr einmal über das Gesicht leckte. danach gab
es die üblichen Rangordnungskämpfe. Zuerst war Lilli die ranghöhere, aber nach
einer Woche, in der sie ihm das mindestens 10 mal am Tag erklärt hat, gab
es einen Machtwechsel und nun regiert Björn mit Milde.

Björn schniefte aber leicht und so mussten wir gleich einen Schnupfen behandeln
lasse.
Puschel geht es immer besser, und wir können langsam das Schmerzmittel absetzen
und zu Sylvester gibt es das letzte Mal das Antibiotikum. Sie hält jetzt ihr
Gewicht eigenständig und erholt sich zusehends.
Ostern 2006
Björn hat mal wieder einen leichten Schnupfen und bekommt mal wieder ein
Antibiotikum. Allerdings schnieft er nicht doll genug, so das wir keine
Tupferprobe nehmen können.
Puschel erholt sich zusehends.
Gehegebau auf dem Balkon nimmt seinen Lauf.
Lilli wird kastriert, da sie ständig scheinträchtig ist (ca. alle 2 Wochen,
normal wären 2-4 pro Jahr) und unser Verdacht bestätigt sich: Lilli hatte sehr
viele Zysten in der Gebärmutter und den Eierstöcken.
Sommer 2006
Björn und Lilli ziehen auf den Balkon . Jeglicher Vergesellschaftungsversuch
mit Puschel scheitert. aber Puschel erholt sich zusehends.
20.11.2006
Wir kommen von einem Wochenendurlaub zurück und alle Kaninchen scheinen gesund
und munter zu sein. 8 Stunden später sitzt Puschel mit leicht schiefen Kopf da.
Unsere Tierärztin hat Notdienst, weswegen gleich hinfahren und sie bestätigt:
E.Cuniculi.
Es gibt die gesamte Medikamentenpalette.
Und es folgen sehr schwere Tage in denen die kleine trotz sehr heftiger
Symptome (starke Gleichgewichtsprobleme mit drehen um die eigene Achse und
einer Lähmung der einen Pfote) kämpft.
26.11.2006
Wir mussten unsere Puschel nach 6 Tagen schweren Kampf leider von ihrem Leid
erlösen. Die kleine hatte E.Cuniculi und hat den Kampf verloren. Sie selber
kämpfte zwar noch immer, aber wir merkten, das sie immer schwächer wurde und
das sie sich sonst in ein paar Stunden quälen würde.
5.02.2007
Björn hat mal wieder einen leichten Schnief, da wir in einer Woche in Urlaub
fahren wollen, gehen wir zum Tierarzt und bekommen eine Antibiotikum.
7.02.2007
Björn hatte
bisschen Schnief und bekam deswegen ein Antibiotikum. Nach zweimaliger Gabe
hatte ich shcon das Gefühl, da ist was im Busch. Hätte ich mal auf das Gefühl
etwas besser gehört
Jedenfalls hat er nach der dritten Portion aufgehört zu fressen und saß in
Hennenstellung da.
Dann fiel mir noch auf, das er so ganz kleine Köttel hatte (immerhin es waren
welche da) .
Ich habe dann mal das Internet durchforstet zu dem Antibiotikum, weil
eigentlich nur das als Auslöser in Frage kommt. Eine andere Möglichkeit wäre
natürlich auch ein Haarballen. Aber mir war der Zusammenhang zu nah.
Also gegoogelt: Und was steht da? Das Medikament kann Erbrechen und Durchfall,
sowie eine pseudomembranöse Colitis(Dickdarmentzündung) als Nebenwirkung haben
und auf einer anderen Seite steht, das das medikament bei Pflanzenfresser, wie
kaninchen kontrainduziert ist..
Ich in Panik zu einem Tierarzt von dem ich kürzlich gehört hatte und der offen
hatte (der andere hatte zu und zudiesem wollte ich natürlich nicht).
Björn hatte vermutlich ein ganz großes Problem mit Übelkeit aufgrund des
falschen Medikaments.
Er bekam dann Medikamente zur Anregung und Normalisierung der
Darmtätigkeit, Paraffin um eine Anschoppung durch Haarballen o.ä. zu behandeln.
Er möochte kaum fressen. Gelengentlich nahm er mir ein Blättschen Basilikum
o.ä. ab und ansonsten musste ich ihm CC mit Babybrei geben. Erst nach 5 Tagen
hatte er wieder normal gefressen und 8 Wochen später hatte sich die Verdauung
wieder komplett normalisiert.
10.04.2007
Björn hat mal wieder einen Schnupfen gehabt. Und diesmal hatte er eine
derartige Rotznase, das wir endlich eine Tupferprobe nehmen konnten und eine
Keimbestimmung und ein Antibiogramm (zur Feststellung welche Antibiotika
wirksam sind) erstellen konnten.
Das Ergebnis war so wie wir es erwartet hatten: Staphylokokken und
Pasteurellen.
Er hat also den Kaninchenschnupfen!
Jetzt haben wir ein Antibiotikum für den nächsten Schub im Kühlschrank (er ist
gerade wieder schnupfenfrei) und eine Liste von unterstützenden Homöopathischer
Mittel.
Lilli zeigt Gott sei Dank keine Symptome.
22.04.2007
Björn hat wieder Schnupfen und bekommt in Antibiotikum.
30.04.2007
Heute gegen 18 Uhr ist unser kleiner Björn über die
Regenbodenbrücke gehoppelt.
Angefangen
hatte alles mit der Feststellung, dass er nur sehr kleine Köttel hat. Da er
noch fraß und sonst munter war, dachten wir er hat irgendwo einen Haarballen
und gaben ihm Paraffin. Später sahen wir auch, das er eine Kette geböbbelt
hatte und dachten es sei gut.
Am nächsten
Morgen ging es ihm gar nicht gut. Er fraß kaum und hockte nur zusammengekauert
da. Wir sind sofort zum Nottierarzt gefahren. Dieser stellte eine Austrocknung
und eine sehr geringe Darmtätigkeit fest. Er bekam ein Schmerzmittel, ein
Mittel, das die Darmtätigkeit anregt und einen Tropf um den
Flüssigkeitshaushalt auszugleichen. Auch blieb er zur Beobachtung dort.
Einen Tag
später ging es ihm noch nicht ganz gut, aber deutlich besser. Wir konnten ihn
mit nach Hause nehmen. Aber schon nach wenigen Stunden ging es ihm wieder so
schlecht, das wir zu unserem Tierarzt fuhren.
Dieser stellte
fest, das etwas mit den Nieren nicht stimmt, denn Björn zeigte hier
deutlich einen Schmerz. Wir versuchten daraufhin einen Nierenschnelltest
durchzuführen. Dafür brauchten wir einen Tropfen Blut von Björn. Inzwischen
hatte sich die Kreislaufsituation so verschlechtert, dass sich die Gefäße
verengt hatten und wir keinen Tropfen Blut zum testen bekamen. Björn
wurde immer schwächer und das Herz schlug immer langsamer. Er bekam ein
Kreislaufmittel und später sogar Atropin, doch der kleine Körper war zu schwach
und so hörte sein Herz auf zu schlagen.
Wir alle sind
völlig geschockt und können es noch immer nicht glauben, das er nicht mehr da
ist. Er fehlt uns so sehr der kleine Mann.
Lilli ist jetzt sehr einsam.
Sie läuft schon wieder zu ihrer alten Hochform auf, d.h. sie klettert wieder in
jedes Regal, knabbert Tapeten an, will ständig Aufmerksamkeit usw. Deswegen
werden wir uns wohl in den nächsten Tagen nach einem neuen Partner umschauen.
Auch wenn wir uns damit gerne noch ein paar Wochen Zeit lassen würden, so
braucht Lilli doch schnell wieder einen Kaninchenpartner.

